Nachruf

Gendengiin Tserendulam

Direktorin des Gedenkmuseums für Opfer von politischen Repressalien,

Präsidentin des Verbandes der weiblichen Opfer der politischen Repressalien,

Ärztin, einzige Tochter vom Ex-Ministerpräsidenten Genden,

verstarb am 23. Juli 2003



G. Tserendulam ist 1927 geboren. Nach dem Abschluß des Medizinstudiums an der Mongolischen Staatsuniversität 1948 arbeitete sie erfolgreich fast 50 Jahre fing sie an als Internistin und beratende Ärztin in der Zentralklinik von Ulaanbaatar, dann arbeitet sie als Ärztin und Chefärztin der Abteilung für Interne Krankheiten in den staatlichen Kliniken Nr. 1 und 3 in Ulaanbaatar und in Dubna, ehemalige UdSSR, als Lektorin, Fachbereichs- und Sektionsleiterin, Dozentin im Institut für Medizin und in der Fachoberschule für Medizin. Ihr ganzes Leben der Medizin zum Wohle des Volkes gewidmet, war sie eine exzellente Diagnostin, warmherzige, fleißige und hochgeschätzte und angehesene Ärztin und Pädagogin.

G. Tserendulam gründete und leitete die Aufnahmestation in der Zentralklinik und schaffte damit die Grundlage für professionelle medizinische Dienstleistungen in der Klinik.

G. Tserendulam leistete einen beachtlichen Beitrag zur Entwicklung der Diagnostik der inneren Krankheiten, Nothilfeleistung seitens des Laborteams, Kurbehandlung und Untersuchung von Berufskrankheiten. Sie hat die Theorie und die Praxis stets miteinander verknüpft und gehörte zu den Ärzten, Forschern und Pädagogen, mit einer enormen Lebensweisheit und Erfahrungen.

Bei mehreren tausenden Patienten, die von Frau Dr. Tserendulam erfolgreich behandelt wurden, und deren Familienangehörigen ruf ihr Name große Begeisterung hervor.

G. Tserendulam setzte in den letzten Jahren all ihre Kraft ein, um den guten Ruf der Opfer der politischen Repressalien rehabilitieren und ihr Andenken in Ehren zu bewahren.

Auf ihre Initiative und mit ihrer überragenden Beteiligung wurde das Gedenkmuseum für Opfer von politischen Repressalien gegründet. Sie arbeitete von Anfang an bis zum letzten Tag als Direktorin des von ihr mitgegründeten Museums. In ihrer Funktion als Präsidentin des Verbandes der weiblichen Opfer der politischen Repressalien beteiligte sie sich aktiv an verschiedenen Frauenveranstaltungen und Konferenzen.

Die Arbeit und die Tätigkeit von G. Tserendulam fanden Anerkennung seitens des Staates: Sie wurde ausgezeichnet mit dem Polarstern Orden, Mutterehre Orden 2. Grades, Jubiläumsmedaillen, Ehrenurkunde der Regierung, Titel der hervorragenden Mitarbeiterin des Gesundheitswesens der Mongolei und der UdSSR. Außerdem wurde sie in das Ehrenbuch der Mongolischen Medizinischen Universität eingetragen und zur Vize-Professorin ernannt. Ferner wurde sie mit dem Demokratie-Orden der Mongolischen Sozialdemokratischen Partei ausgezeichnet. Ihr Lebenslauf wurde in „Who is Who in the World“, USA 2000, 2001 und 2002 veröffentlicht.

Wir werden die Ehrentaten, Menschlichkeit, den unermüdlichen Einsatz, die Offenheit, den Kampfgeist, die gesegnete Gestalt und die Wohltätigkeit der Verstorbenen in ewiger Erinnerung behalten.

Wir drucken unser tiefes Beileid den Kindern und den Verwandten der Verstorbenen aus.

J. Byambadorj (MdP, Stellv. Vorsitzender des Großen Staatskhurals der Mongolei - Parlaments, Vorsitzender der Staatlichen Rehabilitierungskomission), T. Gandhi (MdP, Vorsitzende des Ausschusses für Sozialpolitik, Großer Staatskhural der Mongolei), D. Lundeejantsan (MdP, Vorsitzender des Ausschusses für Sicherheit und Außenpolitik, Großer Staatskhural der Mongolei), T. Ochirkhuu (MdP, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, Großer Staatskhural der Mongolei), Ts. Ööld (MdP, Großer Staatskhural der Mongolei), D. Sugar (MdP, Großer Staatskhural der Mongolei), B. Chadraa (MdP, Großer Staatskhural der Mongolei), N. Bolormaa (MdP, Großer Staatskhural der Mongolei), P. Nyamdavaa (Minister für Gesundheit), Shi. Batbayar (Minister für Soziales und Arbeit), A. Tsanjid (Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft), M. Enkhbold (Gouverneur und Oberbürgermeister von Ulaanbaatar), L. Khangai (Leiter der Kanzlei der Regierung), N. Sampilnorov (Staatliche Rehabilitierungskomission), Ja. Diolgorjav (Berater des Präsidenten), L. Lkhagva (Berater des Präsidenten), P. Ochirbat (Ex-Präsident der Mongolei, Präsident der Ingenieurakademie), D. Byambasuren (Ex-Ministerpräsident), M. Enkhsaikhan (Ex-Ministerpräsident, Vorsitzender der Demokratischen Partei), D. Idevkhten (Generalsekretär der Mongolischen Revolutionären Volkspartei), R. Amarjargal (Ex-Ministerpräsident, Vorsitzender der Amarjargal-Stiftung), T. Lkhagva (Historiker), O. Batmunkh (Gouverneur vom Übürkhangai-Aimag), D. Batmunkh (Gouverneur vom Zabkhan-Aimag), D. Togtokhsuren, T. Galbaatar (Präsident der Akademie der Wissenschaften), D. Purevdorj (Schriftsteller, Dichter), N. Jantsannnorov (Komponist), Ts. Amgalan (Bildhauer), Ts. Baatar, B. Buzmaa (Vize-Präsidentin des Verbandes der weiblichen Opfer der politischen Repressalien), Ts. Gantsog (Präsident, der Mongolischen Nationalen Universität), D. Badarch (Präsident, Wissenschaftlich-technische Universität), Ts. Lkhagvasuren (Präsident, Universität für Medizinwissenschaften), Ts. Mukhar (Direktor, Zentralklinik), B. Bat-Sereeden (Direktor, Unfallklinik), S. Badamjav (Direktor, 2. Klinik), S. Lkhagvajav (Direktor, 3. Klinik), G. Tumurbaatar und B. Sukhbaatar (Übürkhangai-Aimag-Rat), S. Idshinnorov (Direktor des Historischen Museums), S. Ichinnorov (Wissenschaftler), M. Rinchin (Staatliche Rehabilitierungskomission), Ch. Dambajav, B. Nambar (Arzt)